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Moderner Mathematikunterricht ist wahrscheinlich nicht leichter oder schwerer als jener, der früher in der Schule stattgefunden hat - er ist jedoch (sehr oft) lebensnäher, anschaulicher und methodisch vielseitiger. Die Schülerinnen und Schüler erfahren in unserem Unterricht von Beginn an, dass ihnen mathematische Kenntnisse und Fertigkeiten helfen können, sich in Alltagssituationen zu orientieren und dabei auftretende Zusammenhänge zu verstehen. Unterstützung finden sie in guten und modernen Lehrbüchern (ab Kl. 5: Elemente der Mathematik, neueste Ausgabe) und durch einen qualitativ guten und robusten grafikfähigen Taschenrechner (TI 84+), der ihnen nicht zu früh (ab Mitte des 7.Schuljahres), aber rechtzeitig genug, um die Bewältigung abstrakter Stoffgebiete (z.B. Eigenschaften linearer Fuktionen) zu unterstützen, zur Verfügung steht.

Auf unseren Computern haben wir interaktive und zum Lehrbuch passende Software (z.B. DynaGeo) installiert, deren Einsatz im Unterricht für zusätzliche Motivation und Verständnis sorgen kann. Bis der Taschenrechner im Unterricht und bei der Bearbeitung der Hausaufgaben benutzt werden darf ( die Fachgruppe organisiert jeweils vor seiner Einführung einen preisgünstigen Gemeinschaftseinkauf des Taschenrechners samt sinnvollem Zubehör in unserem Hause), stehen zahlreiche grundlegende Inhalte auf dem Lehrplan (u.a. Dreisatz, Prozentrechnung, Rechnen mit negativen Zahlen, Bruchrechnung - und das alles gelegentlich auch im Kopf!).

Die Mathematiklehrer am Theodor-Heuss-Gymnasium arbeiten traditionell bei der Konzeption von Unterrichteinheiten und der Planung von Klassenarbeiten eng zusammen. Wir verstehen uns nicht als Einzelkämpfer, sondern als Team. Für jeden Jahrgang haben wir detaillierte schuleigene Lehrpläne ausgearbeitet und Klassenarbeiten beinhalten jeweils (weitgehend) gleiche Aufgabenstellungen mit übereinstimmenden Bewertungskriterien. Das heißt aber nicht, dass besondere Lernsituationen (z.B. Unterrichtsausfall wegen einer Klassenfahrt) nicht bei der Konzeption von Lernkontrollen berücksichtigt werden.


Besonders begabte Schülerinnen und Schüler können schon ab Klasse 5 im Rahmen des Hochbegabtenverbundes an einer Mathematik-AG teilnehmen. Ferner ermuntern wir sie zur Teilnahme an regionalen und überregonalen Wettbewerben (internationale Mathematikolympiade (IMO) , Bundeswettbewerb Mathematik u.a.).


Mathematik muss jede Schülerin und jeder Schüler bis zum Abitur belegen. In der reformierten Sekundarstufe II findet der Unterricht sowohl auf grundlegendem (gN) als auch auf erweitertem Niveau (eN) 4-stündig statt. Dadurch bleibt in gN - Kursen genügend Zeit für Übungsphasen und den Einsatz von unterstützenden Computerprogrammen (z.B. das 3-dimensionale Geometrieprogramm „Descartes“), was gerade bei leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern enorm zum Lernerfolg beitragen kann. Auf eN - Niveau kann Mathematik in Kombination u.a. mit allen Naturwissenschaften belegt werden, so dass, bei entsprechneder Motivation und Begabung, unsere Abituientinnen und Abiturienten erfahrungsgemäß ausgezeichnete Startchancen bei der Aufnahme einer der heutzutage aussichtsreichen naturwissenschaftlich-technischen Studiengänge besitzen.


Wolfgang Wesche, Fachgruppenleiter